
Die Kleinanzeige konnte sich bereits vor der Zeit des Internets großer Beliebtheit erfreuen; Anzeigenblätter boten und bieten bis heute Raum für meist kostenlose Kleinanzeigen, in denen alles Mögliche verkauft, gesucht, verschenkt und angeboten werden kann: etwa Autos, Fahrräder, Möbel, Bücher, CDs, aber auch Jobs und freundschaftlichen Kontakt bzw. liebevolle Partnerschaft. Wer etwas sucht, kauft das Anzeigenblatt, durchstöbert die Seiten und findet bestenfalls, was er sucht. Meist sind Telefonnummern in die Anzeigen integriert, die die direkte Kontaktaufnahme ermöglichen.
Solche Anzeigenblätter sind häufig regional begrenzt im Verkauf, was je nach Zweck der Suche oder Anzeige Vor-, aber auch Nachteile haben kann. Der Vorteil besteht meist darin, dass Anbieter und Interessent oftmals relativ nahe beieinander wohnen, sodass der Anzeigenkunde mit Verkaufsanzeige sich häufig keine Gedanken machen muss, wie das verkaufte Teil nun zum Käufer kommt: Der Käufer holt es ab. Andererseits kann der potenzielle Käufer die Ware vorab persönlich in Augenschein nehmen; mitunter sieht sie dann etwas anders aus, als beschrieben oder auf einem Foto gezeigt, und er möchte sie gar nicht mehr haben. Er hätte dann zwar einen Weg umsonst gemacht, müsste sich aber nicht um Rücksendung der nicht gewollten Ware kümmern. Ein Nachteil der regionalen Begrenztheit liegt darin, dass das Angebot und die Nachfrage begrenzter sind als beispielsweise bei bundesweiter Suche.
Je spezieller dasjenige ist, was gesucht oder angeboten wird, desto eher kann es passieren, dass man bei regionaler Suche keinen Erfolg hat. Wer etwa ein Mickey Mouse – Heft der 60er Jahre sucht, streut seine Suche möglichst breit; der Besitzer eines solchen Schatzes könnte Hunderte Kilometer weit weg wohnen. Wie auch immer: Die Anzeigenblätter werden wohl mittelfristig auch durchs Internet nicht sterben. Anders als die meisten Computer kann man sie in die Bahn mitnehmen, unterwegs im Cafe lesen, auch auf der Toilette (das ist für mehr Leute ein Vorteil, als man gemeinhin so denkt). Die Anzeigenblätter… bleiben.